Luisenkeller - ein neues Projekt in Jacobi


Unser neues Projekt "LUISENKELLER" im Souterrain des Hauses Oranienstr. 134 kommt voran: Zur Zeit wird der gesamte Bereich völlig neu gestaltet. Der Fußboden wurde bereits größtenteils neu gefließt; alle Räume erhalten einen frischen Farbanstrich. Die Aktion "Laib und Seele" findet weiterhin immer donnerstags in den gewohnten Räumlichkeiten statt; zusätzlich wird ein gemütlicher Essensbereich geschaffen, in dem geplant ist, jeden Freitag ein schmackhaftes Mittagessen anzubieten, welches von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen zubereitet werden soll.

Sowohl Gemeindeglieder als auch Nichtgemeindeglieder, Bedürftige und Nichtbedürftige, junge Menschen wie alte Menschen, Gäste - Alle sind herzlich willkommen, in fröhlicher Runde in unserem LUISENKELLER ein leckeres Mittagessen einzunehmen und miteinander in Kontakt zu kommen.

Natürlich suchen wir auch noch Sponsoren bzw. freuen uns sowohl über Sach- als auch Geldspenden, um dieses Projekt langfristig finanzieren zu können. Ebenso würden wir gern noch weitere "Köchinnen und Köche" in unserem Kochteam begrüßen wollen.

Der Tag der Eröffnung des Luisenkellers wird Ihnen rechtzeitig bekanntgegeben; wir freuen uns schon jetzt auf Ihren hoffentlich zahlreichen Besuch.

Christa Lüsch

Eröffnung am Erntedank-Sonntag

Was lange währt, wird gut – so hatte ich am Erntedank-Sonntag die Einweihung unseres Luisenkellers eingeleitet. Er ist ja dann auch noch rechtzeitig zum 200. Gedenkjahr der preußischen Königin Luise, auch „Preussens Sissy“ genannt, fertig geworden. Die Königin ist leider nicht sehr alt geworden. Sie starb 1810 mit nur 34 Jahren, ist aber durch das Andenken vieler Berlinerinnen und Berliner unvergessen. Auch unsere Gemeinde trägt in dankbarem Gedenken schließlich den Namen dieser Königin, nämlich St. Jacobi-Luisenstadt, nach der von Wilhelm III. 1802 benannten Luisenstadt.

Die Idee zum Projekt „Luisenkeller“ entstand anlässlich der Aktion „Laib und Seele“,die es in unserer Gemeinde seit ca. 5 Jahren gibt.
Es bot sich dann an, diese großzügig geschnittenen Räume auch zusätzlich sinnvoll zu nutzen. Leider waren die Räume im Laufe der Jahre ziemlich heruntergekommen und bedurften einer gründlichen Sanierung.
Jetzt wurde fieberhaft begonnen, diese weitläufigen Räumlichkeiten im Souterrain des Gemeindehauses neu zu gestalten:
Ein Team junger Maler konnte aufgrund der Vermittlung eines Gemeindegliedes gewonnen werden, welches zum Selbstkostenpreis nach unseren Farbvorstellungen die Räume renovierte.Eine neue Küchenzeile wurde von un­serem Förderverein J&L gesponsert.

Die völlig desolate Elektrik wurde erneuert und der vermoderte Fußboden wurde neu gefliest. Die Räume wurden möbliert – es entstand ein „italienischer“ Raum und ein „Luisenzimmer“. Herr Krause, ein bildender Künstler aus unserer Gemeinde, entwarf und fertigte den zauberhaften Namenszug “Luisenkeller“, der im Eingangsbereich angebracht wurde.

Vielen Menschen trugen bei zum Gelingen des Ganzen: Herzlich möchte ich mich jetzt noch einmal an dieser Stelle bedanken bei allen Unterstützern für die vielen Geld- und Sachspenden, die auch dazu beigetragen haben, einen freundlichen und gemütlichen Bereich in unserer Gemeinde zu schaffen, in dem man sich wohl fühlen und zukünftig jeweils freitags ein schmackhaftes Essen in der Zeit von 12 – 14 Uhr einnehmen kann, zubereitetet von ehrenamtlichen Köchinnen und Köchen.

Am Erntedank-Sonntag war es dann endlich soweit. Nach einem Festgottesdienst, bei dem unser Luisenstädter Vokalensemble gemeinsam mit unserem Friedemann-Bach-Orchester mehrere Teile aus Händels MESSIAS aufführten, wurde der Luisenkeller feierlich eröffnet. Die neu gestalteten Räume wurden mit viel Interesse besichtigt und dank der guten Stimmung und des reichhaltigen Buffets von Frau Maxelon und ihren Helferinnen war die Einweihung ein voller Erfolg.

Inzwischen ist der Luisenkeller bereits ein fester Bestandteil unserer Gemeinde geworden. Er ist an jedem Freitag von 12 – 14 Uhr geöffnet, und unter der Anleitung von Thomas, unserem neuen Koch, wurden Gemeindeglieder und Gäste bislang mit leckeren Gerichten verwöhnt, assistiert von engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Das Mittagessen wird auch in Zukunft kostenlos serviert werden, jedoch freut sich unser Team über kleine Spenden, die zum Kauf weiterer Zutaten verwendet werden.

Unsere Zielsetzung bei diesem Projekt ist es nach wie vor, Menschen aller Couleur, egal ob arm oder reich, jung oder alt, Gemeindeglied oder Nichtgemeindeglied, deutsch oder nichtdeutsch eine Begegnungsstätte zu schaffen, in der man sich für ca. 2 Stündchen vom Alltagsstress erholen kann, wo man nette Leute trifft und u.U. neue Kontakte knüpfen kann. Vielleicht interessiert sich auch der eine oder die andere für unsere weitere Gemeindearbeit und schaut öfter wieder einmal bei uns vorbei.

Jeweils vor Beginn der Mahlzeiten wird es zukünftig eine kleine Andacht geben, die von unserem Pfarrer Steinhoff gehalten wird. Wir sind froh und dankbar, dass wir für die geplanten Andachten im Oktober Pfarrerin Jutta Becker und Pfarrer Bergerhoff gewinnen konnten. Beide Pfarrer sprachen sich sehr wohlwollend und lobend über unseren Luisenkeller aus und haben sich bei uns sehr wohlgefühlt. Wir würden uns freuen, sie wieder einmal bei uns begrüßen zu können.

Geplant ist für die Zukunft, diese weitläufigen Räumlichkeiten auch für kleinere Veranstaltungen zu nutzen. Anfragen für eine Bilderausstellung liegen bereits vor. Ich möchte alle Gemeindeglieder und Nachbarn ganz herzlich einladen, den Luisenkeller zu besuchen und sich von netten Leuten bei einem herzhaften Mittagessen ein wenig verwöhnen zu lassen.

Herzliche Grüße
Ihre Christel Lüsch